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Einladung zum Sehen und Staunen

„Begegnung mit Jacob Pins“:
Eine Entdeckungsreise in die Welt der Kunst

VON CHRISTINE LONGÈRE

Höxter. Einen Schatz von mehr als 1.500 Bildern umfasst der Nachlass, den Jacob Pins seiner Geburtsstadt Höxter vermachte. In monatlichen Kunstgesprächen, themenbezogenen Werkschauen und Ausstellungen, die Jacob Pins im Dialog mit anderen Künstlern zeigen, erschließt die Jacob Pins Gesellschaft Zugang zum Schaffen des 1917 in Höxter geborenen und 2005 in Jerusalem gestorbenen Malers und Holzschneiders. „Begegnung mit Jacob Pins“ ist der Titel eines Bandes, der einlädt zu Entdeckungsreisen in die Welt der Kunst.

Zusammengestellt und zum großen Teil auch verfasst wurden die Texte, die laut Untertitel zu verstehen sind als „Annäherung an Jacob Pins“, von Dieter Schuler, Vorsitzender der Jacob-Pins-Gesellschaft von 2003 bis 2013 und seit seinem Ausscheiden aus dem Vorstand des Kunstvereins Kurator Museums im Adelshof. Die Geschichte des Jacob Pins handele von Tragik, von Verfolgung, Vernichtung und Verzweiflung, aber auch von einer versöhnlich ausgestreckten Hand, von Freundschaft und Hoffnung, stellt Schuler fest.
Das Forum in dem restaurierten Baudenkmal aus der Zeit der Weserrenaissance, finanziert mit Unterstützung der Höxteraner Bevölkerung, erhebe Erinnerung und Verantwortung zum Programm. Fünf Jahre sind seit der Eröffnung vergangen. Neben Bildbetrachtungen, die in dieser Zeit zusammengetragen wurden, enthält die neu erschienene Publikation auch einige Originaltexte von Jacob Pins. Der Künstler habe sich nur selten zu seinen Arbeiten geäußert. Deshalb sind diese Dokumente, wie Schuler hervorhebt, von besonderem Wert.
Ergänzt durch zahlreiche Abbildungen, zählen Holzdruck und Selbstporträt, allegorische Darstellungen, Frauenbilder, Landschaften, Melancholie und Totentanz zu den Themen des Buches. Breiten Raum nehmen Überlegungen zu dem Triptychon „Heilige und Narren“ und zum Motiv des gekreuzigten Clowns ein. Als Beispiel für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung demonstriert die Bachelor-Arbeit der Kunsthistorikerin Julia Diekmann, wie aufschlussreich eine intensive Beschäftigung mit Kunst sein kann. „Genaues Sehen, das Staunen und die Ergriffenheit angesichts der Ästhetik eines Bildes” sind nach Schulers Wunsch Erfahrungen, die der Band vermitteln möchte.

• Das Buch „Begegnung mit Jacob Pins“, herausgegeben von der Jacob Pins Gesellschaft, ist im Holzmindener Verlag Jörg Mitzkat erschienen.
• Das Buch kostet 22,80 Euro
• Einen Zuschuss zu den Druckkosten leistete die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold.