Forum Jacob Pins

Jacob Pins: Apokalypse-Zyklus, Bild 4, Holzschnitt, 1946Jacob Pins: Apokalypse-Zyklus, Bild 1, Holzschnitt, 1946

Dienstag | 25. Februar 2020 | 19.30 Uhr

Bilder im Gespräch

In den Holzschnitten „Totentanz“ und dem „Apokalypse-Zyklus“ verarbeitete Jacob Pins die Verfolgung und Ermordung seiner Eltern durch die Nationalsozialisten. Seine persönliche Familiengeschichte wird dabei zur allgemeingültigen Anklage gegen Ausgrenzung, Verfolgung und Gewalt, gegen Inhumanität in jeglicher Form. Die Bilder enthalten jedoch noch weitere Deutungsebenen. Ihre inhaltliche Aussage und formale Gestaltung lassen sich auf unterschiedliche Einflüsse und ikono-grafische Vorläufer zurückführen. Die Impulse zu diesen Bildern liegen im persönlichen Erleben von Jacob Pins, ihre Vorläufer finden sich in der Sepulkral-kultur des Mittelalters und biblischen Texten. So stehen Hans Holbein d.J. und Albrecht Dürer Pate für den Ausdruck des persönlichen Schmerzes und politischer Ohnmacht eines verfolgten Künstlers. Im Kunstgespräch soll neben den kunst-historischen und geistesgeschichtlichen Spuren der Bilder vor allem auch der innovativen Formulierung der Motive „Totentanz“ und „Apokalypse“ durch Jacob Pins nachgegangen werden. Das Gespräch findet am Dienstag, den 25.02.2020 um 19:30 Uhr im Forum Jacob Pins statt, moderiert wird es von Julia Diekmann und Dr. Dieter Schuler.