Forum Jacob Pins

Fritz Ascher: Studie für Bajazzo, ca. 1916, © Bianca Stock
Fritz Ascher: Studie für Bajazzo, ca. 1916, © Bianca Stock

Dienstag | 27. Oktober 2020 | 19.30 Uhr

Bilder im Gespräch

Die aktuelle Ausstellung im Forum Jacob Pins zeigt Arbeiten des deutsch-jüdischen Künstlers Fritz Ascher (1893 – 1970). Ascher, der die Verfolgung durch die Nationalsozialisten in einem Kellerversteck in Berlin-Grunewald überlebte, gehört zur sog. vergessenen Künstlergeneration. Vertraut mit den Künstlern und Kunstströmungen seiner Zeit, konnte der Künstler in den 1920er Jahren einen eigenen Stil entwickeln, der sich zwischen Expressionismus, Symbolismus und Realismus bewegt. Im Fokus der Ausstellung stehet die Werkgruppe Aschers, in der er die Figur des Clowns thematisiert. Ausgehend von der Oper Pagliacci von Ruggero Leoncavallo und der dort zentralen Figur des Bajazzo, entwickelt Ascher das Motiv des Clowns als Reflexionsfigur des Künstlers. Er knüpft damit beispielsweise an Werke von Pablo Picasso, Max Beckmann oder George Rouault an. Über das Motiv des Clowns kann aber auch eine Brücke zum Werk Jacob Pins´ geschlagen werden. Im Kunstgespräch wird die musikalische Vorlage Aschers thematisiert und anhand des Librettos die Bildfindung Aschers bis hin zur Vereinzelung der Figur untersucht. Das Gespräch findet am Dienstag, den 27.10.2020 um 19:30 Uhr im Forum Jacob Pins statt, moderiert wird es von der promovierten Kunsthistorikerin, Julia Diekmann, Dr. Wolfgang Unger und Dr. Dieter Schuler.