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Michael Buthe: Frau, Radierung, koloriert, 1988Esteban Fekete: Weser: Steinmühle, Farbholzschnitt, undatiertMarkus Lüpertz: Der Rabe, Radierung/Linolschnitt, 1999

Deutsche Kunst nach 1960: Druckgrafik aus der Sammlung des Kreises Höxter

6. Juni bis 30. August 2020

In der Sammlung des Kreises Höxter versammeln sich Werke von Künstlern, die einen bedeutenden Abschnitt deutscher Nachkriegskunstgeschichte repräsentieren. Otto Piene und Heinz Mack begründeten 1957/58 in Düsseldorf die Künstlergruppe ZERO, die einen idealistischen Neubeginn in der Kunst propagierte und der sich wenig später auch Günther Uecker anschloss. Ihr zentrales Anliegen war die Überwindung des von den USA ausgehenden subjektiv-gestischen »Informel« zugunsten einer reduzierten elementaren, ebenfalls abstrakten, Formensprache mit neuen Materialien. Joseph Beuys und dessen Schüler Jörg Immendorf gehören zu den Protagonisten eines neuen Kunstbegriffs in der Bundesrepublik, dessen Kern aus der politischen Stellungnahme des Künstlers besteht. Diese Diskussionen greift die Ausstellung mit Werken von Uecker, Peine, Beuys und Immendorf auf. Weiterhin sind Werke von Horst Antes, dem Holzschnittkünstler HAP Grieshaber, Horst Janssen und anderen zu sehen. Der regionale Aspekt wird vertreten durch den Höxteraner Michael Buthe und den Holzmindener Rudolf Jahns.

Die Kuratorin, Julia Diekmann, führt in einem Video in die Ausstellung ein.

Ein Gespräch über Farbholzschnitt zwischen der Realschülerin Inken Biel und der Kuratorin Julia Diekmann