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Hélène Berr

Samstag | 16. Februar 2019 | 19.30 Uhr

Aus dem Tagebuch der Hélène Berr
Magdalene Artelt (Lesung) und Felix Klein (Violine)

Hélène Berr wurde 1921 als eines von fünf Kindern einer jüdischen Familie geboren und studierte Englische Literatur an der Sorbonne. Ihr Tagebuch gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Shoa in Frankreich. Eine Hausangestellte rettete das Tagebuch und übergab es nach dem Krieg auf Hélènes Wunsch deren Verlobtem.
Noch im April 1942 beschreibt die Literaturstudentin Hélène in ihrem Tagebuch Paris als Stadt der Lebensfreude. Im Juni bereits muss sie den Judenstern tragen, ihr Vater wird festgenommen, und sie beendet ihre Aufzeichnungen. Als sie das Tagebuch 1943 wieder aufnimmt, legt sie Zeugnis ab vom grassierenden Antisemitismus und von dem Unrecht, das während der deutschen Besatzung geschieht. Hélène Berr steht internierten Juden und ihren Angehörigen bei. Sie schwebt in Gefahr, aber sie will nicht fliehen. Im Februar 1944 endet ihr Tagebuch, kurz darauf wird sie verhaftet und nach Bergen-Belsen deportiert, wo sie wenige Tage vor der Befreiung des Lagers stirbt.
Magdalene Artelt, Schauspielerin am Schlosstheater Moers, liest aus dem Tagebuch Hélène Berrs, ihr Mann Felix Klein setzt mit der Violine musikalische Akzente. Eintritt: 10.- / 8.- (ermäßigt), Schüler frei.

Magdalene Artelt und Felix Klein
Magdalene Artelt und Felix Klein