Forum Jacob Pins

Ausstellungen im Jahr 2026

Fritz Kuhr
DER RAUM ZWISCHEN DEN DINGEN

Fritz Kuhr, Ohne Titel, aquarellierte Tuschzeichnung 1926, WVZ 987. Foto Kuhrarchiv
Fritz Kuhr, Ohne Titel, aquarellierte Tuschzeichnung 1926, WVZ 987. Foto Kuhrarchiv

29. März bis 7. Juni

Vernissage 29. März, 11.30 Uhr

Fritz Kuhr ist ein neugieriger, geselliger und begabter junger Mensch, als er sich, 1899 in Lüttich geboren, als 23-Jähriger der Laienkünstlergruppe um Otto Pankok anschließt. Angezogen von den Werken Wassily Kandinskys und Lásló Moholy-Nagys und später auch Paul Klees geht er 1923 nach Weimar, studiert am Bauhaus Malerei und lehrt im Anschluss selbst dort gegenständliches Zeichnen, Akt, Figur und Porträt. Anfang der 1930er Jahre nimmt Fritz Kuhr auch auf Vermittlung von Ernst Ludwig Kirchner an wichtigen Ausstellungen teil.

Die Ausstellung thematisiert die künstlerische Herkunft Kuhrs ebenso wie die Auswirkungen von Diffamierung und Repression seines weiteren Kunstschaffens unter dem Einfluss der Nationalsozialisten. Die wenn auch fälschliche Diffamierung als Jude sowie die Enfernung seiner „entarteten“ Arbeiten aus öffentlichen Sammlungen führen Fritz Kuhr, der von nun an die Berliner Öffentlichkeit meidet und sich ins Umland zurückzieht, in die innere Emigration. In den Berliner Bombennächten wird ein großer Teil seines Werkes zerstört. Fritz Kuhr stirbt 1975 in Berlin.

Pins+
Ingrid Moll-Horstmann
UNTER DEM EINEN HIMMEL │ Landschaft

Ingrid Moll-Horstmann in ihrem Paderborner Atelier im Herbst 2025. Foto Elisabeth Brügger
Ingrid Moll-Horstmann in ihrem Paderborner Atelier im Herbst 2025. Foto Elisabeth Brügger

14. Juni bis 1. November

Feierliche Vernissage im Beisein der Künstlerin am 14. Juni, 11 Uhr

Das neue Ausstellungsformat Pins+ bringt in loser Folge Werke von Jacob Pins in Resonanz mit Arbeiten anderer Kunstschaffender zusammen. Pins+ ist also als Doppelausstellung gedacht, die Kunstschaffende und ihre Werke erstmals nach Höxter holt, zugleich wird in Gesellschaft dieser Werke ein dialogischer Blick auf die Arbeiten von Jacob Pins möglich.

Die Holzschneiderin und Malerin Ingrid Moll-Horstmann (geb. 1936) ist die letzte Schülerin Otto Pankoks. Sie lebt und arbeitet seit Jahrzehnten in Paderborn. Die Jacob Pins Gesellschaft ehrt das Werk der noch immer tätigen Künstlerin in ihrem 90. Lebensjahr im neuen Format Pins+. Dabei stehen ihre großformatigen und zumeist mehrfarbigen Holzschnitte mit Landschaftsthemen im Mittelpunkt. Moll-Horstmann gilt sowohl in handwerklicher als auch kompositorischer Hinsicht als große Könnerin des Holzschnitts. Die als Holzschnitt ausgeführte Landschaftsdarstellung bildet in den Œuvres Jacob Pins’ und Ingrid Moll-Horstmanns besondere thematische Schwerpunkte. „Unter dem einen Himmel“ entwickelten beide Kunstschaffende jeweils eigene Landschaftskonzepte.