Jüdische Bürger in Höxter

Die Villa Eichwald in der Gartenstraße (links) um 1900
Die Villa Eichwald in der Gartenstraße (links) um 1900

Die Zementfabrikanten Eichwald und ihre Familie

Der Name Eichwald ist in Höxter seit den 1830er Jahren verzeichnet, als der aus Leiberg (heute Ortsteil von Bad Wünnenberg) stammende Jacob Heinemann Eichwald (1809–1892) nach seiner Heirat mit der in Meinbrexen geborenen, aber inzwischen mit ihren Eltern in Höxter lebenden Veilchen, geb. Gans (1807–1876) nach Höxter zog. Sein Vater Heinemann betrieb in Bad Wünnenberg einen „Ellen- und Spezereiwaarenhandel“, an den der Sohn Jacob Heinemann in Höxter mit seinem Geschäft für Kleidung, Bettzeug und Stoffe anknüpfte.

Rechnung aus dem Geschäft J.H. Eichwald (1870)
Rechnung aus dem Geschäft J.H. Eichwald (1870)

In Höxter integrierte er sich nicht nur in der jüdischen Gemeinde, deren Vorsteher er mehrere Jahre lang war, sondern auch in das gesellschaftliche Leben der Stadt, wie etwa die Tatsache bestätigt, dass er 1845 zu den Gründungsmitgliedern des Männergesangvereins „Liedertafel“ gehörte.

Anzeige vom 23.12.1883
Anzeige vom 23.12.1883
Anzeige vom 19.9.1874 u.ö.
Anzeige vom 19.9.1874 u.ö.

Das Ehepaar hatte acht Kinder. Drei der Söhne blieben auch für Jahrzehnte in Höxter. Der älteste Sohn Meyer (*1843) trat ebenso wie der jüngere Sohn Julius (*1849) und für eine Zeit auch der jüngste Sohn Adolf (1851–1891) in das bis etwa 1884 fortgeführte Textilgeschäft des Vaters in der Westerbachstraße ein, oder sie übernahmen es zunehmend, denn der Vater Jacob Heinemann verlegte sich anscheinend unter anderem auf den Handel mit Wertpapieren.

Anzeige vom 18.4.1874
Anzeige vom 18.4.1874

Vor allem jedoch erkannte J.H. Eichwald, wie er in den Quellen oft erscheint, die Chancen, die sich aus dem Aufschwung der Zementindustrie durch die sich immer mehr beschleunigende Industrialisierung und den Bauboom der Gründerjahre sowie die Entdeckung des Portlandzements statt des bisher gebräuchlichen Romanzements ergaben.
Anfang 1869 errichtete er in der aufgekauften ehemaligen Clauseschen Papierfabrik an der Lütmarser Straße eine Zementfabrik, die 1882 von seinen Söhnen Julius und Adolf übernommen und in der Folge immer weiter ausgebaut wurde, bis die Firma nach dem Wegzug Adolf Eichwalds zum 1.1.1889 in eine Aktiengesellschaft mit Julius Eichwald als alleinigem Vorstandsmitglied umgewandelt wurde.

Die Villa Eichwald um 1988
Die Villa Eichwald um 1988

Trotz einiger Krisen in den 1890er Jahren florierte das Unternehmen weiter, wovon auch die 1884 erbaute prachtvolle Villa der Familie an der Gartenstraße 1 zeugt. Jedoch machten die zunehmende Konkurrenz und der Zwang zur Erhöhung der Produktion Anfang des 20. Jahrhunderts auch vor Höxter nicht Halt. Die Eichwald-AG versuchte zwar, ihre Konkurrenzfähigkeit durch zahlreiche Um- und Erweiterungsarbeiten und verbesserte Produktionsverfahren zu erhöhen. Im April 1914 kam es jedoch zum Zusammenschluss der Eichwald-AG mit der Schmidt-AG, der zweiten in Höxter bestehenden Zementfabrik, nachdem die beiden Fabriken bereits seit 1899 zusammen an der Lütmarser Straße eine Kleinbahn betrieben hatten.

Neben der Villa erinnern heute nur noch die Bruchstücke dreier Grabsteine im Gedächtnismal auf dem jüdischen Friedhof an der Gartenstraße daran, dass die ehemalige Kaufmanns- und spätere Fabrikantenfamilie Eichwald für rund 75 Jahre in Höxter lebte und arbeitete.

Die Grabsteine des 20-jährigen Sohns Robert und der Eltern Julius Heinemann und Veilchen Eichwald
Die Grabsteine des 20-jährigen Sohns Robert und der Eltern Julius Heinemann und Veilchen Eichwald

Die Töchter von J.H. Eichwald


Über J.H. Eichwalds Tochter Bertha (1844–1929) ist nur bekannt, dass sie den aus Groß-Berkel stammenden Salomon Frankenberg (1835–1925) heiratete und kinderlos blieb. Dürftig sind die Informationen über die Tochter Rosalie (* 1847), die 1876 den in Hannover geborenen und in Herstelle wohnenden evangelischen Wildförster Louis Müller (* 1852) heiratete und mit ihm die Tochter Alma Lina Minna (* 1883) hatte.

Die älteste Tochter Jenny (1841–1933) heiratete den Getreide- und Pferdehändler Moses Stern (1832–1901) aus Geseke. Ihre drei Töchtern, von denen nur Berta (* 1873) mit Bernhard Marx (* 1873) verheiratet war, lebten später zusammen in Bochum. Während die älteste, Ella Stern (* 1871) 1940 starb, wurden Hedwig (* 1875) sowie Berta mit ihrem Mann Bernhard Marx 1942 deportiert und sind verschollen.

Nur der Bruder Julius Stern (* 1879), der in Grevenbroich verheiratete war, entging dem Holocaust. Er floh Anfang 1939 mit seiner Frau und dem jüngeren Sohn in die USA, nachdem der ältere Sohn bereits 1936 nach Palästina emigriert war. Julius Stern starb 1948 in Kansas City.

J.H. Eichwalds Sohn Meyer und seine Familie

Anzeige vom 28.11.1874
Anzeige vom 28.11.1874

Meyer Eichwald (* 1843) heiratete 1872 die ebenfalls in Höxter geborene Bertha Katz (* 1852) und leitete anscheinend seit dieser Zeit das elterliche Stoff- und Bekleidungsgeschaft, das er gemeinsam mit seinen Brüdern mindestens bis zur Mitte der 1880er Jahre unter dem Namen „J.H. Eichwald & Söhne“ weiterführte. Ebenso zeichnete er auch als Mitinhaber der Zementfabrik. Er verzog später aus Höxter. Auch über die beiden Töchter Ella (* 1873) und Lilly (* 1875) ist nichts Weiteres bekannt.

J.H. Eichwalds Sohn Julius und seine Kinder


Mehr Informationen gibt es über Meyers Bruder Julius Eichwald (* 1849) und seine sechs Kinder, die er in Höxter mit seiner aus Arnsberg stammenden Frau Julie, geb. Neuwahl (* 1856) hatte. Nachdem er bereits ab 1882 in die Leitung des von seinem Vater gegründeten Zementwerks an der Lütmarser Straße eingetreten war, war er ab 1889 dessen alleiniges Vorstandsmitglied und dazu Inhaber der Neuen Glashütte in Holzminden. Aus unbekannten Gründen kam es 1902 zu einem Konkursverfahren über die Glashütte und das Privatvermögen von Julius Eichwald, durch das die Familie ihren Haus- und Grundbesitz in Höxter verlor und nach Hannover übersiedelte, wo Julius Eichwald auch starb.

Ernst Eichwald 1885, 1891 und 1896 (Abitur) am KWG
Ernst Eichwald 1885, 1891 und 1896 (Abitur) am KWG

Der älteste Sohn Ernst Moritz Eichwald (* 1878) besuchte von 1884 bis 1887 die damalige Vorschule am KWG und anschließend bis 1896 das Gymnasium, um dann mit dem Abitur in Bonn und München Chemie zu studieren. Nach dem Examen arbeitete er zunächst bei den Portland-Zementwerken in Hannover, promovierte 1905 zum Dr. chem. und arbeitete etwa ab 1910 in England, wo er, selbst ein nicht praktizierender Jude, seine (anglikanische) Frau Edith Adele Susmann (1885–1973) aus einer Mitte des 19. Jahrhunderts eingewanderten deutsch-jüdischen Familie kennen lernte. 1911 heirateten die beiden.

Bei Beginn des Ersten Weltkriegs folgte er seiner Einberufung als Reserveoffizier des deutschen Kaiserreichs, und seine Frau begleitete ihn trotz des Widerstands ihrer Familie mit dem 1912 in England geborenen Sohn Richard nach Deutschland. Ernst Eichwald erlebte den Krieg vor allem an der russischen Front und wurde mit dem Eisernen Kreuz II. und I. Klasse ausgezeichnet. 1918 wurde die Tochter Barbara geboren.

Nach Kriegsende arbeitete Ernst Eichwald ab 1919 als Chemiker bei der Deutschen Gold- und Silber-Scheideanstalt (Degussa) in Frankfurt. Seine Frau söhnte sich bei einem Besuch in England mit ihrer Familie aus. Hochschwanger fuhr sie nach Deutschland zurück, kam aber nur bis Amsterdam, wo 1920 der Sohn Paul geboren wurde. Dank der englischen Kontakte lebte die Familie weiterhin in sicheren wirtschaftlichen Verhältnissen und erwarb 1920 ein großes Haus in Kronberg (Taunus).

Noch bis 1938 blieb Ernst Eichwald Leiter der Patentabteilung der Degussa, die ihre jüdischen Angestellten möglichst lange zu halten versuchte. Jedoch schickte die Familie ihre Kinder rechtzeitig nach England. In der Pogromnacht 1938 wurde das Haus völlig verwüstet und fast angezündet, während Ernst und seine Frau sich bei Nachbarn verstecken konnten. Auch die folgenden Wochen verbrachten sie in verschiedenen Verstecken.

Nachdem die Pogromstimmung sich etwas gelegt hatte, schickte die Degussa ihn Anfang 1939 geschäftlich zu einer britischen Partnerfirma, und so gelangte das Ehepaar fast ohne Geld und mit kaum mehr als den Kleidern auf dem Leib nach England, wo ihn ein früherer Kollege bei einer Geschäftsreise besuchte und ihm „eine nicht unerhebliche Summe in die Hand“ drückte. Auch die Degussa unterstützte ihn weiterhin durch ein kleines, auf ein geheimes Konto eingezahltes Gehalt, später eine Pension.
Ernst Eichwalds Sohn Paul, der den Nachnamen Eichwald durch Elwell ersetzte, und der Enkel Derek haben die Geschichte der Familie ausführlich dokumentiert.

Ernst und Edith Eichwald 1954 in England
Ernst und Edith Eichwald 1954 in England

Man zog von einem Freund zu nächsten, und mit seinen fast 60 Jahren fand Ernst Eichwald lange keine Arbeit und hielt die Familie mit gelegentlichen Aufträgen alter Bekannter über Wasser. Kurzzeitig wurde er nach Kriegsbeginn als Deutscher auf der Isle of Man interniert. Schließlich bekam er eine Arbeit, die er bis ins Alter von 77 Jahren fortsetzte. Er starb 1970, seine Frau drei Jahre später.

Paul Eichwald (mittl. Reihe, 3. v.l.) 1898 auf dem Abiturfoto
Paul Eichwald (mittl. Reihe, 3. v.l.) 1898 auf dem Abiturfoto

Julius Eichwalds zweiter Sohn Paul Aron (*1879) durchlief zwei Jahre später dieselbe Schullaufbahn: 1886–1889 Besuch der Vorschule am KWG, 1889–1898 Schüler des Gymnasiums mit abschließenden Abitur. Er studierte Medizin in Bonn und München, wo er 1902 als Dr. med. verzeichnet wird. Später praktizierte er in Hannover, wo die Eltern inzwischen lebten. Wie sein Bruder wurde er im Ersten Weltkrieg eingezogen und als Sanitätsoffizier an der Westfront eingesetzt war. Er fiel 1916 vor Verdun.

Hans Eichwald 1888, 1891 und 1900 (Abitur)
Hans Eichwald 1888, 1891 und 1900 (Abitur)

Wiederum zwei Jahre später besuchte auch der dritte Sohn Hans Robert Eichwald (* 1882) zunächst die Vorschule (1888–1891) am KWG und verließ 1900 das Gymnasium mit dem Abitur. Er wollte Jura studieren, schloss jedoch wohl kein Studium ab. Zeitweise lebte er als Kaufmann in Bremen und später in Hannover, von wo er mindestens 1905, 1907, 1925 zu (geschäftlichen?) Besuchen nach New York reiste. Auch er wurde im Ersten Weltkrieg eingezogen und diente als Gefreiter in einem Automobilkorps.

Militärerfassung Hans Eichwalds, 1942
Militärerfassung Hans Eichwalds, 1942

Kurz nach der Pogromnacht floh er Ende 1938 nach Queens, New York, USA, wohin ihm seine Frau Meta (* um 1889) mit der Tochter Hanna (* 1919) ein gutes halbes Jahr später folgte. Letztere diente im Zweiten Weltkrieg als Medizinalassistentin, und auch Hans Eichwald wurde 1942 militärisch erfasst, aber natürlich wegen seines Alters nicht mehr Soldat. Nach seiner Einbürgerung 1945 arbeitete er in der Folgezeit wieder als Kaufmann, bis er im Juli 1967 starb.

Von den drei Töchtern Julius Eichwalds wurden zwei Opfer des Holocaust, während von der jüngsten Tochter Hertha (* 1892) nur das Geburtsdatum bekannt ist.

Anna (Anni) Eichwald (1886–1943) heiratete Jacques Wallach (1880–1942) und lebte mit ihm offenbar zunächst in Duisburg, wo der Sohn Heinz Moses (* 1909) geboren wurde. Die Familie zog später nach Wiesbaden und bekam die Tochter Elsbeth (später: Judis) (* 1921). Die Ehe wurde jedoch 1931 geschieden. In Wiesbaden arbeitete Anna Wallach als Diplomkosmetikerin und verdiente den Lebensunterhalt später, als ihr Geschäft nicht mehr lief, als Klavierlehrerin.

Anna Wallach geb. Eichwald, der Sohn Heinz Moses Wallach und die Tochter Elsbeth Judis Wallach (Bilder der Kazerne Dossin)
Anna Wallach geb. Eichwald, der Sohn Heinz Moses Wallach und die Tochter Elsbeth Judis Wallach (Bilder der Kazerne Dossin)

Aus Wiesbaden emigrierte Anna Wallach, inzwischen Krankenpflegerin, im April 1939 mit ihren Kindern nach Belgien, wo die Familie beim Einmarsch der deutschen Truppen (10.05.1940) mit zahlreichen anderen Juden in der Kazerne Dossin in Mechelen interniert wurde. Während der Sohn Heinz gleich danach nach Frankreich ausgewiesen wurde, blieben die Mutter Anna und die Tochter Judis noch für 2 ½ Jahre in der Kazerne Dossin, bis sie am 15.1.1943 zusammen nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurden.

Der nach Frankreich ausgewiesene Sohn Heinz wurde dort im Mai 1940 zunächst in dem Lager Saint-Cyprien in der Nähe von Perpignan interniert und dann etwa im Sommer 1942 in das Lager Rivesaltes verschleppt, bis er von dort als Moïse Wallach am 1.9.1942 in das berüchtigte Lager Drancy nordöstlich von Paris transportiert wurde. Von dort wurde er am 1.9.1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Julius Eichwalds dritte Tochter Elisabeth (* 1887) blieb unverheiratet und lebte zeitweise in Hameln. Am 15.12.1941 wurde sie über Hannover nach Riga deportiert. Dort verlieren sich ihre Spuren.

J.H. Eichwalds Sohn Adolf und seine Kinder


J.H. Eichwalds jüngster Sohn Adolf (1851–1891) besuchte von 1867 bis 1869 zwei Jahre lang das KWG, ging dann jedoch nach langer Erkrankung ab, um Kaufmann zu werden, und trat zunächst ebenfalls mit in die Geschäfte des Vaters und der Brüder ein. Um 1890 verzog er nach seiner Heirat mit der aus Marienwerder (Westpreußen) stammenden Frau Martha, geb. Salinger (* 1863) nach Hameln, wo er als Kaufmann registriert war. Er wurde jedoch schon wenig später am 4.11.1891 tot auf der Straße aufgefunden, ohne dass eine Todesursache bekannt ist.

Seine Frau Martha blieb mit den Kindern Fritz und Kurt noch bis mindestens 1895 in Hameln, lebte aber später mit ihnen in Berlin, von wo sie am 27.8.1942 nach Theresienstadt deportiert wurde. Dort kam sie am 20.5.1943 um.

Eintrag für Fritz Eichwald im Berliner Adressbuch 1938
Eintrag für Fritz Eichwald im Berliner Adressbuch 1938

Ihr älterer Sohn Fritz Eichwald (* 1888) wurde noch in Höxter geboren. Nach dem Umzug seiner Mutter nach Berlin wurde er dort Kaufmann und betrieb ein Manufakturwarengeschäft. Er versuchte dem drohenden Schicksal der Juden in Deutschland durch die Emigration zu entgehen und schiffte sich am 13.3.1939 mit einem Transitvisum für Cuba auf der „Saint Louis“ ein. Dort waren diese Visa jedoch inzwischen für ungültig erklärt, und den Passagieren wurde das Anlanden in Havanna verweigert. Trotz langer Verhandlungen des Kapitäns waren auch weder die USA noch Canada bereit, diese Juden aufzunehmen.

Das Schiff musste nach Europa zurückkehren. Jüdischen Organisationen gelang es aber, England, Frankreich, Belgien und die Niederlande zu bewegen, je etwa ein Viertel der jüdischen Passagiere aufzunehmen. So gelangte Fritz Eichwald nach der Landung der „Saint Louis“ am 17.6.1939 in Antwerpen anschließend nach Frankreich, wo er nach Kriegsbeginn in einem Lager bei Poitiers interniert und 1942 in das Durchgangslager Drancy verbracht wurde. Von dort wurde er am 6.11.1942 nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Aufteilung der Passagiere der St. Louis, Fritz Eichwald Nr. 149
Aufteilung der Passagiere der St. Louis, Fritz Eichwald Nr. 149
Fritz Eichwald (hier Eigewald) auf der Liste der von Drancy nach Auschwitz Deportierten
Fritz Eichwald (hier Eigewald) auf der Liste der von Drancy nach Auschwitz Deportierten
Kurt Eichwald mit seiner Tochter Eva 1933 im Urlaub in Tschechien
Kurt Eichwald mit seiner Tochter Eva 1933 im Urlaub in Tschechien

Sein jüngerer Bruder Kurt Eichwald, 1891 in Hameln geboren, wurde Arzt und war während des ganzen Ersten Weltkriegs als Sanitätsoffizier an der Front. Danach ließ er sich mit seiner Praxis in Berlin nieder. Als ehemaliger Frontsoldat überstand er mit seiner Frau Hertha (* um 1901) und den beiden Kindern Ernst (* ca. 1925) und Eva (* 1928) die ersten Jahr des Dritten Reichs relativ unbehelligt. Im Mai 1938 emigrierte er in die USA, wohin ihm seine Frau mit den Kindern aber erst Ende März 1939 folgen konnte. Dr. Kurt Eichwald starb am 1948 in Ohio an Leukämie.

Fritz Ostkämper, 29.1..2017
e-mail: ostkaemper@jacob-pins.de